Die Koordinatorinnen des Ambulanten Hospizdienstes der Diakonie Lahn Dill konnten beim traditionellen Sommerfest zehn neuen Ehrenamtlichen das Zertifikat zum Abschluss des Qualifizierungskurs für ehrenamtliche Sterbe- und Trauerbegleitung überreichen. Die hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitenden stehen Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt und deren Angehörigen mit Beratung und aufsuchender Begleitung in häuslicher Umgebung, im Seniorenheim und Krankenhaus zur Seite.
Die Teilnehmenden haben sich im letzten halben Jahr intensiv mit Themen wie Kommunikation, Patientenverfügung, Demenz, Ethik, Bestattungswesen, Sterben, Tod und Trauer befasst. Zukünftig werden sie in der Begleitung am Lebensende, aber auch in der Trauerarbeit eingesetzt und dabei von Uta Grote und Carola Pfeifer als hauptamtliche Koordinatorinnen begleitet und unterstützt.

Der Ambulante Hospizdienst der Diakonie Lahn Dill ist seit über 25 Jahren in der Begleitung der letzten Lebensphase und Trauerarbeit aktiv und begleitet jährlich etwa 30 – 50 Personen in ihrem letzten Lebensabschnitt. Vorständin Britta Westen ist immer wieder beeindruckt, wie viele Menschen sich ehrenamtlich in diesem Bereich engagieren und dass der zeitintensive Ausbildungskurs sich jedes Jahr aufs Neue wie von alleine füllt. Auch wenn Sterbebegleitung erst einmal schwer und belastend klingt, so berichten die Ehrenamtlichen immer wieder davon, wie sinnstiftend diese Arbeit ist, wieviel positives Feedback auch zurückkommt.
In diesem Jahr gab es neben der Verleihung der Zertifikate noch eine freudige Nachricht: Die Diakonie Lahn Dill konnte eine Spende in Höhe von ca. 6000 € entgegennehmen. Die Mecklenburgische Regionaldirektion Lorenz Ehringshausen feierte im Juni ihr 50-jähriges Firmenjubiläum. Statt Geschenke baten sie ihre Kundinnen und Kunden um Spenden zugunsten des Hospizdienstes und stockten die eingegangene Spendensumme selber auf. Diese und andere Spenden sind für den Hospizdienst von besonderer Bedeutung, da die Finanzierung über die Krankenkassen zwar die einzelne Begleitung abdeckt, nicht aber zum Beispiel die Trauerarbeit, die jedoch immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Juli 2026
Text: Britta Westen
Foto: Diakonie Lahn Dill e.V.

